KI-generiert
Kurz gesagt
Recall ist nur auf Copilot+-PCs verfügbar, lässt sich aber jederzeit abschalten und mitsamt gespeicherten Snapshots löschen.
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Du öffnest kurz dein Onlinebanking, beantwortest eine private Nachricht oder prüfst ein sensibles Dokument. Auf einem Copilot+-PC kann Windows 11 solche Bildschirminhalte als sogenannte Snapshots erfassen, damit du sie später über Recall wiederfindest. Praktisch kann das sein, auf einem gemeinsam genutzten Laptop ist es aber ein Datenschutzthema. Deshalb solltest du prüfen, ob Recall aktiv ist, wie viel Speicher die Funktion belegt und welche Inhalte bereits gespeichert wurden.
Wichtig vorab: Recall erstellt keine klassischen Screenshots, die als einzelne Bilddateien in deinem Bilder-Ordner liegen. Windows speichert verschlüsselte Momentaufnahmen des Bildschirms und macht deren Inhalte durchsuchbar. Du kannst etwa nach einem Text, einer App oder einer besuchten Seite suchen. Gerade weil Recall Inhalte aus vielen Programmen erfassen kann, lohnt sich eine bewusste Entscheidung.
Wann ist Windows Recall überhaupt aktiv?
Recall gibt es nicht auf jedem Windows-11-PC. Die Funktion ist für Copilot+-PCs vorgesehen, also neue Geräte mit passender Hardware und einer NPU für KI-Aufgaben. Ein normales Windows-11-Notebook, das lediglich Copilot in der Taskleiste anbietet, hat deshalb nicht automatisch Recall.
Ob Recall auf deinem Gerät verfügbar ist, findest du so heraus:
- Öffne die Einstellungen mit Windows-Taste + I.
- Gehe zu „Datenschutz und Sicherheit“.
- Suche nach „Recall & Snapshots“ oder nutze oben in den Einstellungen die Suche nach „Recall“.
Taucht dieser Bereich nicht auf, unterstützt dein PC Recall derzeit nicht oder die Funktion ist auf deinem Windows-Stand noch nicht verfügbar. Auf unterstützten Geräten wird Recall bei der Einrichtung üblicherweise nicht einfach heimlich eingeschaltet: Windows fragt nach deiner Zustimmung. Trotzdem solltest du nach Updates oder bei einem gebraucht übernommenen Laptop kontrollieren, welche Einstellung gerade gilt.
Recall arbeitet nur, wenn du dich mit Windows Hello anmeldest. Die gespeicherten Daten werden lokal auf dem Gerät verarbeitet und verschlüsselt gespeichert. Das ist besser als eine pauschale Cloud-Synchronisation, bedeutet aber nicht, dass die Daten auf einem gemeinsam verwendeten Rechner harmlos wären. Wer Zugriff auf dein entsperrtes Benutzerkonto und deine Windows-Hello-Anmeldung hat, könnte auch Recall-Inhalte durchsuchen.
Recall komplett deaktivieren
Wenn du die Funktion nicht nutzen willst, ist das Abschalten die klarste Lösung. Dabei wird die fortlaufende Snapshot-Erfassung beendet.
- Öffne „Einstellungen“.
- Wähle „Datenschutz und Sicherheit“.
- Öffne „Recall & Snapshots“.
- Schalte „Snapshots speichern“ aus.
- Bestätige die Sicherheitsabfrage, falls Windows sie anzeigt.
Je nach Windows-Version kann die Beschriftung leicht abweichen. Entscheidend ist der Schalter, der das Speichern von Snapshots aktiviert oder deaktiviert. Ist er ausgeschaltet, erstellt Recall keine neuen Momentaufnahmen mehr.
Prüfe anschließend auch die Löschoptionen in diesem Bereich. Das ist sinnvoll, weil bereits gespeicherte Snapshots nicht einfach dadurch verschwinden müssen, dass du künftig keine neuen mehr aufzeichnest. Windows bietet dafür einen eigenen Bereich zum Entfernen der Recall-Daten.
Bereits gespeicherte Snapshots löschen
Für eine vollständige Bereinigung solltest du alle Recall-Snapshots explizit löschen. Das empfiehlt sich besonders, wenn du Recall testweise aktiviert hattest, einen gebrauchten Copilot+-PC einrichtest oder das Gerät künftig mit anderen Personen teilst.
So gehst du vor:
- Öffne „Einstellungen“ und gehe zu „Datenschutz und Sicherheit“.
- Wähle „Recall & Snapshots“.
- Suche den Abschnitt zum Löschen von Snapshots.
- Wähle „Alle Snapshots löschen“ oder eine vergleichbare Option.
- Bestätige den Vorgang.
Windows kann alternativ anbieten, Snapshots aus einem bestimmten Zeitraum zu entfernen. Das ist nützlich, wenn du nur die Inhalte der letzten Stunden, Tage oder Wochen loswerden willst. Für einen klaren Neuanfang ist „Alle Snapshots löschen“ aber die sicherere Wahl.
Kontrolliere danach, ob in Recall noch frühere Inhalte auftauchen. Wenn die App keine Treffer mehr liefert und in den Einstellungen kein belegter Recall-Speicher angezeigt wird, ist die Bereinigung abgeschlossen. Beachte: Das Löschen von Recall-Snapshots entfernt keine normalen Dateien, Browser-Verläufe, Downloads oder Fotos. Diese Daten musst du bei Bedarf separat löschen.
Speicherplatz und Aufbewahrung begrenzen
Du willst Recall grundsätzlich verwenden, aber nicht über Monate hinweg Bildschirmaktivitäten aufbewahren? Dann kannst du die Speichergrenze anpassen. Windows verwaltet Snapshots innerhalb eines festgelegten Speicherbudgets. Wird die Grenze erreicht, werden ältere Snapshots entfernt, um Platz für neue zu schaffen.
Im Bereich „Recall & Snapshots“ findest du dafür in der Regel Einstellungen wie „Maximaler Speicher für Snapshots“ oder Angaben zur Speicherbelegung. Wähle eine kleinere Speichergrenze, wenn du die Historie bewusst kurz halten möchtest.
Das ist allerdings kein Ersatz für das Abschalten. Eine Speichergrenze verhindert nicht, dass Recall zunächst Inhalte aufzeichnet. Sie sorgt nur dafür, dass ältere Daten später automatisch verschwinden. Für besonders sensible Tätigkeiten ist es besser, Recall vorübergehend auszuschalten oder die betreffende App und Website gezielt auszuschließen.
Wenn dein PC ohnehin knapp bemessen ist, lohnt sich zusätzlich ein Blick auf die allgemeine Speicherverwaltung von Windows. Gerade bei kompakten Laptops kann Recall neben Fotos, Downloads und lokalen Cloud-Dateien merklich Platz beanspruchen. Worauf es bei einem neuen Gerät grundsätzlich ankommt, liest du auch in unserem Ratgeber „Laptop kaufen: worauf du 2026 achten musst“.
Apps und Websites von Recall ausschließen
Recall bietet Ausschlusslisten für Anwendungen und Websites. Das ist praktisch für Programme, deren Inhalte niemals in den Snapshots landen sollen, etwa Passwort-Manager, Banking-Anwendungen, Messenger oder berufliche Tools mit vertraulichen Daten.
In „Recall & Snapshots“ kannst du Apps zur Ausschlussliste hinzufügen. Für Websites gilt der Ausschluss in unterstützten Browsern. Prüfe nach dem Hinzufügen, ob der Browser und die Website tatsächlich erkannt werden. Für sensible Vorgänge solltest du dich nicht allein auf automatische Filter verlassen.
Diese Einstellungen sind besonders sinnvoll:
- Schließe deinen Passwort-Manager aus.
- Schließe Banking- und Zahlungsseiten aus.
- Schließe berufliche Kommunikation und vertrauliche Dokumenten-Apps aus.
- Schließe Messenger aus, wenn private Chats nicht in einer durchsuchbaren Historie landen sollen.
- Prüfe nach Browserwechseln oder neuen Apps erneut die Ausschlussliste.
Auch wenn Recall bestimmte sensible Informationen erkennen und nicht speichern soll, ist das kein Garant. Automatische Erkennung kann Fehler machen. Behandle Recall daher wie eine zusätzliche Aktivitätshistorie und lege selbst fest, welche Programme davon ausgenommen sind.
Für Konten und Zugangsdaten bleibt ein Passwort-Manager die bessere Lösung als Notizen, Tabellen oder abgelegte Screenshots. Wie du sicher umsteigst, erklärt „Passwort-Manager einrichten: der Umstieg“. Ergänzend schützt du deine Konten mit „Zwei-Faktor-Authentifizierung einrichten“.
Besonders wichtig auf gemeinsam genutzten Laptops
Auf einem Familienlaptop, WG-Notebook oder Arbeitsgerät mit mehreren Nutzenden solltest du Recall besonders streng behandeln. Jede Person braucht ein eigenes Windows-Benutzerkonto. Ein gemeinsames Konto mit einem gemeinsamen PIN-Code ist keine gute Idee, denn dann vermischen sich Browser-Sitzungen, Dateien und potenziell auch Recall-Snapshots.
Für deinen eigenen Account gilt:
- Nutze Windows Hello mit eigener PIN, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung.
- Sperre den Rechner mit Windows-Taste + L, sobald du ihn verlässt.
- Lege für andere Personen getrennte Standardkonten an.
- Deaktiviere Recall oder lösche Snapshots vor einer Geräteübergabe.
- Prüfe, ob Cloud-Dienste, Browser und Messenger noch angemeldet sind.
Ein gesperrter Bildschirm schützt nur, wenn deine Anmeldung selbst gut abgesichert ist. Verwende keine leicht erratbare PIN und teile sie nicht mit anderen. Passkeys können zusätzlich verhindern, dass du sensible Passwörter überhaupt in Apps oder Webseiten eintippen musst. Die Grundlagen findest du in „Passkeys nutzen: passwortlos anmelden“.
Deine kurze Datenschutz-Checkliste
Bevor du Recall auf einem Copilot+-PC weiter nutzt, gehe diese Punkte durch:
- Ist „Snapshots speichern“ wirklich so eingestellt, wie du es willst?
- Hast du alte Snapshots vollständig gelöscht?
- Ist die Speichergrenze passend gewählt?
- Sind Passwort-Manager, Banking, Messenger und vertrauliche Arbeits-Apps ausgeschlossen?
- Verwendet jede Person auf dem Laptop ein eigenes Windows-Konto?
- Ist Windows Hello eingerichtet und der PC beim Verlassen gesperrt?
Recall kann die Suche nach früher gesehenen Inhalten erleichtern. Doch die Funktion speichert eben auch einen visuellen Verlauf deiner Arbeit am PC. Wenn dir Komfort weniger wichtig ist als eine möglichst kleine Datenspur, schaltest du Recall ab, entfernst alte Snapshots und setzt auf getrennte Benutzerkonten.
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